KASSEL. „Es hat an der
Hegelsbergschule schon immer eine große Hilfsbereitschaft
gegeben", sagt Lehrerin Ilse Schwalm. Für Gebiete, wo
Naturkatastrophen oder Kriege Leid über Menschen gebracht haben,
habe die Schule immer wieder Spenden gesammelt. Seit vergangenem
September wird eine Partnerschule in Chile unterstützt.
Über Kontakte mit
einer Austauschlehrerin wurde Ilse Schwalm auf die Probleme der
Schulen in Chile aufmerksam. Nach einem Besuch mehrerer Schulen
in der chilenischen Stadt Concepcion entschied Schwalm mit ihren
Kollegen, sich für die Schule Santa Catalina de Siena im
Armenviertel „Pedro de Valdivia Bajo".
In Chile
bekommen die Schüler Verpflegung in der Schule, so Schwalm: Aber
während der Schulferien sei dies nicht möglich, und die Kinder
hätten nichts zu essen.
Mit einer Spende von 2120 Euro, die
durch Kuchenverkauf, Flohmarkt und Spenden erzielt wurden,
konnte die Hegelsbergschule letzte Weihnachten dazu beitragen,
dass 212 Familien für die fast dreimonatigen Sommerferien
Lebensmittel hatten.
Mit
weiteren Spenden soll die Schule auch künftig unterstützt
werden. Vor kurzem
haben die Schüler der Förderstufe einen Spendenlauf veranstaltet
und bei ihren Eltern und Lehrern 2026,77 Euro erlaufen.
Mittlerweile
hat sich zwischen den Klassen ein Briefwechsel entwickelt, auch
zwischen einzelnen Schülern sind Brieffreundschaften entstanden.
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Briefkontakt
mit den Part-nerschülern: In ihren Händen halten die
Schüler der Hegelsbergschule die Briefe der chilenischen
Schüler. Vorn von links: Kevin Schmidt, Tilman Fierley,
Dennis Täubl. Hinten von links: Lehrerin Ilse Schwalm, Tugba
Güney, Farhad Habibi, Silvia Bischoff, Hümeyra Cinar, Esra
Kilicaslan, Latifa Amouklach und Names Hamidi. FOTO: SOCHER |