HNA vom 15.3.2006

Mehr Zeit, mehr Betreuung

An der Schule Hegelsberg gibt es seit diesem Schulhalbjahr

ein neues Nachmittagsangebot.

 

Wird gut angenommen: Die Zehntklässlerinnen Nina Witzel (vorn) und

Carina Poland nutzen das neue Lernatelier nach dem regulären Unterricht,

um für ein Religions-Referat im Internet zu recherchieren. FOTO: KLEMENT

NORDSTADT. Mittwoch, kurz vor halb zwei in der Schule Hegelsberg. Während viele Kasseler Schüler bereits auf dem Heimweg sind, ihren Nachmittag planen oder sich mit Freunden in der Stadt treffen, sind einige Klassenräume der Schule noch immer bis auf den letzten Platz mit Schülern gefüllt, die sich über ihre Hausaufgaben beugen.

Grund dafür ist das neue Nachmittags-angebot der Schule Hegelsberg, das seit diesem Halbjahr an der offenen Ganz-tagsschule angeboten wird. Zwar gibt es die Hausaufgabenhilfe an der Schule schon länger, jetzt wurde sie allerdings erweitert.

„Wir haben gemerkt, dass den Schülern eine Stunde am Vormittag und Nachmittag nicht ausreicht", erklärt der stellvertretende Schulleiter Alexander Scheuerer den Grund für die Veränderung.

Jetzt stehen den Schülern zu der Stunde am Vormittag zwei Stunden nach der Schule zur Verfügung. In dieser Zeit können sie ihre Hausaufgaben erledigen und, was wichtig ist, da es zu Hause nicht immer gewährleistet wird, Fragen stellen.

Denn während dieser Zeit ist immer ein Lehrer anwesend, der den Schülern bei den Aufgaben hilft. Unterstützt wird er von Studenten, die an der Schule ihr Blockpraktikum machen. Und von den

Schülern der Sozial-AG „Schüler helfen Schülern". „Also den Schülern der höheren Klassen, die ihre Mitschüler unterstützen", erklärt Scheuerer.

Zusätzlich zu der Hausaufgabenbe-treuung stehen den Schülern am Nachmittag nun auch der Computerraum, in dem die Schüler ihre Hausaufgaben am Rechner erledigen können, und das neue Lernatelier zur Verfügung.

Dort können die Jugendlichen unter Anleitung ihre Medienkompetenz verbessern, lernen, mit dem Internet und den Suchmaschinen umzugehen, sich auf Prüfungen vorbereiten und für den Unterricht recherchieren.

Bisher wird dieses Angebot, das von Lehrern der Schule initiiert wurde, um die Förderung der Jugendlichen zu verbes-sern, sehr gut angenommen. Am Ende des Schuljahres soll es bewertet werden. „Dann wird sich zeigen, was man even-tuell verändern muss und was wir opti-mieren können", sagt Scheuerer.

 

  

 

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