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Hessische Allgemeine (HNA) vom 24.2.2010

Igel streicheln: Rüdiger Rister (links)
legt den Schülern im
Unterricht ans Herz, Rücksicht auf die
Natur zu nehmen.
Seine stacheligen Begleiter durften auch
angefasst werden.
Stachelig
Schule Hegelsberg.
Der Igel-Experte Rüdiger Rister war zu Besuch
an der Schule Hegelsberg. Beeindruckt hörten ihm die Schüler der Klassen
F6a und H8a zu. Rister erzählte, dass er vor elf Jahren mit dem Fund
seines ersten Igels seine Liebe zu den stacheligen Tieren entdeckt hat. In
seinem Igel-Hospital und seiner Auffang- und Forschungsstation in
Zierenberg befinden sich kranke, verletzte, verirrte, unterkühlte und
unterernährte Tiere. Rister päppelt, pflegt und heilt sie, um sie im
Frühjahr wieder auszuwildern.
Dass in diesem Jahr mit gut 100 Igeln etwa 50 Prozent weniger Tiere als im
Vorjahr in der Igel Arche leben, löse Besorgnis aus. Der Mensch mache den
Igeln das Leben schwer und verringere ihre Überlebenschancen, da er immer
weiter in ihren natürlichen Lebensraum eingreife. Viele Tiere werden im
Straßenverkehr oder durch Zäune und Rasenmäher verletzt. Manche werden
durch den Einsatz von Chemie vergiftet.
Als Rister
einen älteren und einen jüngeren Igel mit gebrochenem Beinchen auf seinen
Schoß legt, streicheln die Schüler fasziniert über die Stacheln. Der Strom
an Fragen will nicht enden. Als die
Schulglocke läutet, strömen
weitere Schüler in den Raum. Am Ende dieses Projekttages ist für Schüler
und die Pädagoginnen Vera Carl, Maria Drews und Gunild Schulz-Gade klar:
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Rüdiger Rister und seinen
Schützlingen. (chr) |