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Hessische Allgemeine (HNA) vom 16.4.2010

Hatten Spaß am Sammeln: Die Kasseler
Schüler freuten sich
gemeinsam mit Jürgen Damm (rechts),
stellvertretender Vorsitzender
des Kreisverbandes Kassel, über die stolze
Summe (Foto: Träger)
Süßes für fleißige Helfer
Kasseler Schüler sammelten insgesamt 4800
Euro für Kriegsgräberfürsorge
von Gwendolyn Träger
KASSEL. Auf
fremde Menschen zuzugehen ist nicht immer einfach. An ihrer Tür zu
klingeln und um eine Spende zu bitten noch weniger. Dennoch sammelten auch
im vergangenen Herbst wieder Schüler aus Kassel und der Umgebung für den
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Und das sehr erfolgreich. Es kam
doppelt so viel zusammen wie beim letzten Mal: Die insgesamt 84 Schüler
aus drei Kasseler Schulen sammelten 4818,34 Euro.
„Wir danken
euch für euer außergewöhnliches Engagement", sagt Jürgen Damm,
stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Kassel. „Gerade in der
heutigen Zeit ist das nicht selbstverständlich." Gleiches gilt für die
gesammelte Summe. „Die Spenden-bereitschaft geht immer mehr zurück", weiß
Andrea Berninger, Mitarbeiterin des Kreisverbandes.
Trinkgeld
und Kuchen
„Umso schöner
ist es, dass die Schüler so viel zusammenbekommen haben." Als Dankeschön
bekommen die Schüler ein Zertifikat über ihre ehrenamtliche Arbeit und
eine Tüte voller Süßigkeiten. Mitgemacht haben Schüler der
Georg-August-Zinn-Schule, der Hegelsbergschule und der
Heinrich-Schütz-Schule.
Mit einer
Sammelliste und in kleinen Gruppen sind die Zwölf- bis 15-Jährigen
losge-gangen und haben Spenden gesammelt. Dabei haben sie einiges erlebt.
„Wir wurden an einer Tür sogar hereingebeten und zum Kuchenessen
eingeladen", erzählen Katrin und Jessica von der Georg-August-Zinn-Schule.
Und Celina und Ariane von der Heinrich Schütz-Schule haben Trinkgeld für
ihr ehrenamtliches Sammeln in ihrer Freizeit bekommen. "Und eine Banane",
fügen die Mädchen hinzu. Doch es gibt auch negative Erfahrungen. Die
machte Mohammed. Dem Schüler der Hegelsbergschule begegnete man zum Teil
unfreundlich und desinteressiert. Aber er ließ deswegen den Kopf nicht
hängen und sammelte fleißig weiter: ,,Die meisten Leute waren ja auch
freundlich", sagt der 13-Jährige.
Als Schule mit den zweitbesten Sammelergebnissen in Hessen wird die
Heinrich-Schütz-Schule in Wiesbaden noch einmal gesondert geehrt. |