KASSEL.
Klassik und Urban Dance - passen die zusammen? Ja, sagen die 80 Schüler
der Hegelsbergschule, des Friedrichsgymnasiums und des
Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen. Davon ließ sich am Sonntag
auch das Publikum im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofs überzeugen.
Dort
präsentierte der Verein Kzwo10 unter dem Titel „Urban Dance meets Classic"
die Ergebnisse intensiver Beschäftigung in Schüler-AGs mit Urban Dance und
sinfonischer Tanzmusik für Orchester sowie deren Bereicherung durch
elektronische Klangexperimente und Improvisation.
Der Untertitel
„Classicjump" war Programm. Problemlos sprangen die Jugendlichen von einem
Genre ins andere und zeigten, dass klassische Musik alles andere als
verstaubt ist.
In drei Teilen
präsentierten die Schüler ihre Auseinandersetzung mit einem Stück. Den
Auftakt machte das Orchester des Friedrichsgymnasiums unter der Leitung
von Eduard Menzel mit dem „Slavischen Tanz Nr. 8" von Antonin Dvorak.
Daraufhin nahmen Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums das gleiche
Stück und veränderten dieses mit dem Klangkünstler Wolfram Der Spyra zu
einer neuen Komposition.
Der zweite Teil
drehte sich um das Stück „In der Halle des Bergkönigs" von Edward Grieg.
Die Schüler der Urban-Dance-Gruppe der Hegelsbergschule erarbeiteten dazu
mit ihrem Leiter Damaso Mendez-Leroy eine Choreografie. Aufgemischt mit
Beats und elektronischen Elementen wurde aus der eingängigen Melodie eine
tanzbare Nummer.
Die größte
Herausforderung lag offensichtlich im letzten Stück, Griegs „Anitras
Tanz". Das Orchester meisterte das schwere Stück mit Bravour. Und auch die
Live-Arrangements bahnten sich mit der eingängigen Melodie und den Beats
den Weg ins Gehör des Publikums. Der zwischenzeitlich unklare Name gab den
Neukompositionen ihre Namen „Anitra or Anita - Hauptsache sie tanzt" und „Anitras
Brötchen". Begeisterter Applaus war die Antwort auf die Arbeit der
Schüler.