Philippinenhof/Nordstadt. Das Freizeitgelände
der Gesamtschule Hegelsberg sah an diesem Tag anders aus
als gewöhnlich: Der Saal war sowohl weihnachtlich
geschmückt als auch bis auf den letzten Platz gefüllt
mit Zuhörern und Tannenduft. Anlaß war die traditionelle
Weihnachtsfeier der Schule, zu der wie in den
vergangenen Jahren wieder viele Eltern, Lehrer sowie
Freunde gekommen waren.
Sie hatten viel geübt, oft geprobt und eine Menge freie
Zeit in diesen Abend investiert, die Schülerinnen und
Schüler, musikbegeisterten Lehrer und "Ehemaligen". Das
Ergebnis konnte sich hören lassen. Unter der
Gesamtleitung von Musiklehrer Wolfgang Pfeil wartete der
große Schulchor, der Förderstufenchor, die Flöten- und
Gitarrengruppe mit einem nicht alltäglichen Programm
auf, das sich vor allem durch die Internationalität der
musikalischen Darbietungen auszeichnete.
Neben den heimischen Weibnachtsliedern gab es das
Spiritual "Rivers of Babylon" und das nordamerikanische
"Jingle bells" zu hören, |
aber auch einiges, was für mitteleuropäische Ohren
gänzlich unbekannt klang, wie etwa das spanische
Weihnachtslied "Dime nino".
Mit einem beinahe melancholisch klingenden katalonischen
Weihnachtslied, das sehr schön die rauhe Landschaft mit
den in ihr lebenden Menschen einfängt und ebenso gut
wiedergegeben wurde, machte der Chor deutlich, daß
Weihnachtslieder auch ganz anders klingen können, als
die meisten es gewohnt sind.
Einen besonderen musikalischen Leckerbissen bot eine aus
Schülern und Lehrern bestehende Gitarrengruppe. Sie trug
drei Spielstücke aus dem Barock vor, die durch die
dieser Epoche eigenen spielerischen Leichtigkeit und
Anmut überzeugten.
Der besonders herzliche Applaus, mit dem die Schüler
belohnt wurden, zeigte, daß der Abend ein sehr
gelungenes Unterfangen war. Er zeigt aber auch, daß die
Idee, Lieder über die nationalen Grenzen hinweg in das
Programm miteinzubeziehen, weitere Verbreitung verdient. |