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Spätestens durch den
„Pisaschock“ initiiert, gab es einen Ruck im Bildungssystem, der den
traditionellen Mathematikunterricht veränderte. Man sprach von einer
veränderten Aufgabenkultur, offeneren Fragestellungen, veränderten
Unterrichts-methoden (zum Beispiel von der Expertenmethode, vom
Stationenlernen, von Lernstandsdiagnosen und vielem mehr…)
In diesem Zusammenhang
bildete sich die Qualitätsinitiative SINUS (Steigerung der Effizienz des
mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts). Die Schule Hegels-berg
arbeitet schon seit Jahren an diesem Modellversuch mit und versucht, die
Schüler auf eine andere Art für Mathematik zu begeistern. Es geht um kompetenz-orientierten Mathematikunterricht auf der Grundlage der
Bildungsstandards.
„In
Mathe wird gerechnet!“ – "Ja, aber nicht nur und nicht immer!“
Die
Schule Hegelsberg erprobt mit dem SINUS-Projekt,
immer wieder aus dem „normalen“ Mathematikunterricht auszubrechen.
Seitenweise „Päckchenaufgaben“ zu rechnen, ermüdet und motiviert nicht für
Neues.
Mehr
überlegen, weniger rechnen
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eine
Frage, viele Wege, viele Antworten
Hier ein Beispiel:
Das Zeitungsfoto mit
den Riesenschuh dient als Auslöser für die Frage:
“Welche Schuhgröße hat
dieser Riesenschuh?“

Eine solche Aufgabe
ist ungewohnt und es ist immer sehr spannend, welche verschiedenen
Lösungswege dazu gefunden werden). Typisch für diese Aufgabe ist, dass
nicht das Rechnen im Vordergrund steht, sondern vielmehr das
Mathematisieren und das Finden eines angemessenen Lösungsweges. Am Ende
steht nicht nur das richtige Ergebnis (die Schuhgröße ist 107 oder die
Schuhlänge beträgt 127,39 cm), sondern ein kreativer Weg.
Kreativ und mutig nach Lösungen suchen
Der Sinn so genannter
Fermi-Aufgaben liegt in dem Vergnügen und in der Erfahrung, sich kreativ
und mutig auf den Weg zu machen, selbständig zu einer Lösung gelangt zu
sein, statt zu einer Antwort nur ehrfürchtig und oft verständnislos
aufzuschauen oder sie von einer anderen Person (häufig vom Lehrer) finden
zu lassen.
Einige Beispiele:
„Wie viel Papier
verbraucht unsere Schule in einem Monat?“
„Wie lang wird der
Streifen, wenn man eine Zahnpastatube entleert?“
„Wie viele Haare hat
der Mensch auf dem Kopf?“
Diese Fermi-Frage hat
schon vielen Schülern und Schülerinnen Spaß bereitet: Meist wird nur der
behaarte Teil des Kopfes als Halbkugel betrachtet und die Schüler
ermitteln mit dem Lineal am Kopf ihrer Nachbarn eine Schätzung für die
Anzahl der Haare pro cm2 .
Mathematik-Geschichten.
Kann man sich eine zu
dieser Abbildung passende Geschichte ausdenken?

Dieser Graph beschreibt
den Wasserstand einer Badewanne.
Erfinde eine Geschichte
dazu!

Mathe-Museum
Sogar ein eigenes
Mathemuseum „Mathematik zum Anfassen“ haben die Schüler beim Schuljubiläum
gestaltet.
Wer steigt in die
Seifenblase?

Wer
baut eine Holzbrücke, die ohne Hilfsmittel hält?

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